Im Magen herrscht zum Beispiel ein pH-Wert von 1 bis 5, damit die Nahrung und insbesondere das Eiweiß aufgespaltet werden kann. Im Dünndarm liegt der pH-Wert bei 5 bis 6, so dass hier Enzyme zur Kohlenhydratverdauung aktiv werden können.
Im Vergleich dazu ist der pH-Wert in den meisten Körperzellen bei etwa 7 und im Blut bei 7,4; pH-Werte unter 7 sind sauer, pH-Werte über 7 basisch. In verschiedenen Körperflüssigkeiten wie dem Blut muss der pH-Wert konstant gehalten werden, denn kleinste Verschiebungen können den Stoffwechsel gravierend beeinträchtigen und den Körper stark belasten.
Säuren sind Stoffwechselprodukte, die im Zellinneren beim Abbau von Kohlenhydraten (Zucker, Stärke),
bei der Fettverbrennung und im Eiweißstoffwechsel entstehen. Vor allem der Abbau von tierischem Eiweiß (Verzehr von reichlich Wurst, Käse und Eiern) führt zu einem Säureüberschuss. Getränke, die
Phosphorsäure enthalten - wie Limonaden, süße Sprudel und Colagetränke - tragen zur Säurebelastung bei.
Auch Diäten und Fastenkuren erhöhen die Säurebelastung. Nimmt der Körper weniger Energie durch Nahrung auf,
versorgt er sich durch Depotfett. Dabei entstehende Abbauprodukte sind belastende Ketonsäuren. Erhöhte Säurebildung kann ebenso durch einen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen und körperlicher
Bewegung ausgelöst werden.
Das eine einseitige Ernährung ungesund ist, das weiß jeder. Doch die meisten unterschätzen die Auswirkungen, die eine kontinuierliche Fehlernährung auf den Organismus haben kann, wenn sie den Säure-Basen-Haushalt dauerhaft aus dem Gleichgewicht bringt. Denn: Zu viele Kohlenhydrate und Eiweiße in Fast-Food-Gerichten lassen bei gleichzeitigem Mangel an Vitamin C und Mineralstoffen den Säureanteil im Körper stetig steigen, während der Basenanteil immer weiter sinkt.
Dies führt dazu, dass die im Körper auftretenden Mengen an entstandenen Säuren und Gifte nur mühsam neutralisiert werden können.
Ist der Körper in einem Bereich (Blut, Dünndarm) „übersäuert“, muss er sich schützen und diesen Säureüberschuss neutralisieren, da es sonst zu ernsthaften Schädigungen kommt. Er greift zum Notprogramm und die Säuren werden einfach dort abgelagert, wo sie den geringsten Schaden anrichten können, vor allem im Bindegewebe.
Statt also ausgeschieden zu werden, lagern sich diese Stoffwechselendprodukte als Salze und Schlacken im
Organismus ab.
Eine Fülle von Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Rheuma, Osteoporose, Krebs, Herzinfarkt oder
Schlaganfall sind die schwerwiegenden Folgen.
Denn folgendes passiert:
- Das Bindegewebe verliert seine Fähigkeit, Wasser zu binden, und wird dadurch undurchlässig und weniger elastisch.
- Der Transport von Sauerstoff und lebenswichtigen Nährstoffen in die Zellen und der Abtransport von Schlacken aus den Zellen werden behindert.
- Die Mangelernährung und Verstopfung von Zellen kann viele chronische Krankheiten auslösen.
- Um die Säureflut zu bekämpfen benötigt der Körper Kalzium, Kalium, Magnesium, Natrium und Phosphor. Werden diese Mineralien nicht ausreichend mit der Nahrung zugeführt, entzieht er sie den Knochen. So erzeugt Übersäuerung Osteoporose.
- Durch die Blockierung im Bindegewebe kommt es zu Cellulite.
- Je stärker und je länger der Körper übersäuert ist, desto mehr treten „unspezifische“ Krankheiten auf, wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Migräneanfälle, Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne, Allergien, Haarausfall, und bestehende Krankheiten werden schlimmer bzw. benötigen stärkere Medikation mit allen Nebenwirkungen.
- Der Körper verfällt zunehmend in eine „Reaktionsstarre“, das heißt: ärztliche und natürliche Medikamente, egal gegen welche Beschwerden, verlieren zunehmend an Wirkung.
Damit es uns gut geht, muss unser Körper eine ausreichende Menge an Basen zur Verfügung haben, mit der er Säuren neutralisiert.
Dafür gibt es eine einfache Faustregel: Esst eine vier Mal (4!) so große Menge an basischen Nahrungsmitteln wie an säurebildenden Nahrungsmitteln.
Nahrungsmittel, die „sauer“ wirken:
- Wurst, Fleisch, Fisch und Eier
- Zucker: durch Zucker wird das Darmmilieu ungünstig beeinflusst, so dass zusätzliche Säuren entstehen.
- Weißmehlprodukte wie Kuchen, Teigwaren aus Weizenmehl (die Mineralstoffe aus den Getreideschalen fehlen).
- Quark und Käse
- Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Limonaden, Soft Drinks
- Fruchtsäuren aus Obst belasten nicht, da sie abgebaut werden
Nahrungsmittel, die „basisch“ wirken:
- Gemüse: enthalten viele basische Mineralstoffe. Besonders günstig sind Kartoffeln,
- Vollkornprodukte, d.h. Vollkornbrot, Haferflocken. Teigwaren aus Vollkorn gelten eher als neutral, da sie neben Stärke auch basische Mineralstoffe enthalten.
- Obst
Nahrungsmittel mit besonderem Ausgleich-Potenzial:
- Trockenfrüchte haben eine ungeheuere basenbildende Kraft. So können 100 Gramm getrocknete Feigen die Säurebildung von 150 Gramm Fleisch ausgleichen.
- 200 Gramm Kartoffeln gleichen die Säurebildung von 100 Gramm magerem Rindfleisch aus. Bei einer reichlichen Portion Fleisch oder Fisch sollte man dann zu den Kartoffeln noch einen Salat zum Ausgleich essen.
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Kombiniert Pasta und Getreideprodukte mit üppigen Gemüseportionen oder viel Tomatensoße und Salat.
- Zu 100 Gramm Nudeln sollte 300 Gramm Gemüse gegessen werden.
Richtiges Trinken ist wichtig:
Trinkt mindestens 3 Liter Flüssigkeit am Tag, davon 1l basische Kräutertees. Naturreine Säfte am besten frisch gepresst trinken. Gemüsesäfte versorgen den Körper mit einem Basenüberschuss. Als Wasser trinkt stilles (!!!) mineralarmes Wässer (da der Körper die Mineralien im Mineralwasser kaum verwerten kann und evtl. nur ablagert).